Tuesday, November 04, 2008

Solidarität mit Türkiyemspor

Wir wenden uns heute erneut an die Öffentlichkeit um auf die Trainingssituation der sportlichen Nummer 3 der Hauptstadt im Fußball aufmerksam zu machen.

Türkiyemspor unterhält über 20 Teams in allen Altersklassen von Senioren bis Minis, sowohl Herren als auch Damen bzw. Mädchenteams. Die 1. Herren und die A-Jugend vertreten Berlin in der Regionalliga, die weiteren Jugendteams spielen jeweils in der höchsten Berliner Liga. Über 400 Jugendliche trainieren Woche für Woche bei Türkiyemspor. Der Verein ist Gewinner zahlreicher Meisterschaften, Pokale, und somit seit vielen Jahren eine unverwechselbare sportliche Größe der Stadt, zudem mehrfach für sein soziales Engagement ausgezeichnet.
( u.a. mit dem Integrationspreis des Deutschen-Fußballbundes DFB 2007)


Feste Trainingsanlage für die Regionalliga Mannschaft Türkiyemspors

Das Regionalliga-Team der 1. Herren Türkiyemspors trainiert seit Saison-Beginn auf bis zu vier (!) verschiedenen Sportplätzen wöchentlich, quer verstreut durch Berlin: Hohenschönhausen (Sportforum), Treptow (Willi-Sänger Anlage), Kreuzberg (Katzbachstadion) und Prenzlauer Berg (Jahn Sportpark). Fast täglich müssen die Kreuzberger die Trainingsstätte wechseln, jede Woche muß neu geplant werden, da die aktuellen Plätze immer nur als Provisorium einzelner Bezirke zur Verfügung gestellt werden.


Diese Situation trägt der Verein in den letzten zehn Jahren immer wieder an die Politik heran. Ohne das an den Verein eine nachhaltige Lösung herangetragen wurde. Währenddessen wurden Millionen von Euro u. a. in den Bau des Amateurstadions für Hertha BSC II und für den Ausbau der “Alten Försterei” vom Land Berlin bereitgestellt.


Feste Trainingsanlage für die A-Jugend (Regionalliga und DFB Pokalteilnehmer) - Perspektiv feste Trainingsanlage für alle Leistungsmannschaften des Vereines.


Die Chancengleichheit im Wettbewerb mit den anderen Regionalligateams ist nicht gegeben. Alle Trainingseinheiten finden auf zwei verschiedenen Kunstrasenplätzen (Blücherstr. in Kreuzberg und Willi - Sänger Anlage in Treptow) statt, der Wettkampf hingegen auf Rasen (im Katzbachstadion in Kreuzberg). Mitunter steht dem A-Jugend-Team nur ein halber Kunstrasenplatz zu (Willi - Sänger Anlage in Treptow).



Langfristige feste Trainingsbedingungen für alle Jugendteams


Um das Training für die 1. A-Jugend in der Blücherstr. zu ermöglichen, müssen andere Jugendmannschaften aus der Jugendabteilung Türkiyemspors auf das Training verzichten. 

Jedes Jahr muss Türkiyemspor an die hundert Jugendliche abweisen, weil entsprechende Trainingskapazitäten nicht vorhanden sind. Der Verein Türkiyemspor könnte auch im unteren Bereich, der sich dem Breitensport verpflichtet sieht für den Bezirk und die Stadt noch weitaus bessere Arbeit leisten.

Gerade bei sozial benachteiligten Personengruppen bietet Breiten - und im besonderen Maße Leistungssport die Möglichkeit an gesellschaftlicher Partizipation und einem positiven Selbstbild. Fördern wir Türkiyemspor um der Jugend über den Sport in unserem Bezirk Perspektiven zu geben.


Heimat ist da, wo ich mein Heim hab

Der aufgrund der DFB-Stadion Richtlinien notwendige Umzug der Regionalliga-Spielstätte vom Kreuzberger Katzbachstadium in den Jahn-Sport-Park in Prenzlauer Berg zerreißt den Klub und entfernt ihn von seinem sozialem Umfeld und von seinem Heimatbezirk. Mittelfristig braucht der Verein eine Wettkampf Spielstätte (unter Berücksichtigung der DFB Richtlinien zur Verbesserung der Sicherheit bei Bundesspielen) in Kreuzberg, der somit dem Bezirk mit den meisten Fußballvereinen der Stadt auch die Teilhabe am Leistungssport ermöglichen würde. Türkiyemspor braucht eine Heimat im Bezirk um nach 30 Jahren Erfolgsgeschichte auch angenommen zu werden.


Förderungswürdigkeit von Türkiyemspor Berlin

Türkiyemspor Berlin ist als gemeinnütziger Verein beim Amtsgericht Berlin Charlottenburg unter der Registernummer VR 6263 B eingetragen. Ein aktueller (steuerlicher) Freistellungsbescheid liegt vor. Somit erfüllt Türkiyemspor als gemeinnützig eingetragener Verein die Bedingungen für eine Förderung im Sinne des Sportförderungsgesetzes und erfüllt auch die Nutzungs- und Vergabegrundsätze der SPAN (Sportanlagen Nutzungsvorschriften). Die Förderungswürdigkeit im Sinne des Sportförderungsgesetzes von Türkiyemspor Berlin ist gegeben.


Hier einige Zitate aus dem Sportförderungsgesetz:

Sportförderungsgesetz §1 (Ziel der Sportförderung) Abs. 4: „die besonderen Bedürfnisse behinderter, jüngerer und älterer Menschen sowie ausländischer Mitbürger sollen berücksichtigt werden“

Sportförderungsgesetz §1 (Ziel der Sportförderung) Abs. 5: „Nach diesem Gesetz sollen Freizeit-, Breiten- und Spitzensport ausgewogen und bedarfsgerecht gefördert werden“.


Gelten die Regeln der Sportförderung nicht für Türkiyemspor ?

In unserer Stadt werden Millionen für Sportanlagen ausgegeben, deren Nutzung dann Lizenzspielervereinen (Profivereine) überlassen werden.
So hat der Neubau des Olympiastadion beispielsweise 237 Mio. Euro gekostet. Für den Neubau des Amateurstadion auf dem Olympiagelände wurden weitere Millionen aufgewendet. Zuletzt wurden für den Neubau der "Alten Försterei" 3,2 Mio. Steuergelder zugesagt. Sogar unterklassige Vereine im Bezirk (und der Stadt) verfügen über bessere und regelmäßigere Trainingsgzeiten auf entsprechenden tauglichen Anlagen, als Türkiyemspor Berlin.

Bei der Investition (in Sportanlagen) wird zweierlei Maß angewandt. Strukturschwache Bezirke, wie Kreuzberg/Friedrichshain werden nicht berücksichtigt Millionen Steuergelder für die Großen, für die Amateure von Türkiyemspors nichts ? Ist das die Sportpolitik der Hauptstadt?







Wir wenden uns an unseren Bezirk Friedrichshain/Kreuzberg und an den Senat von Berlin:

Soforthilfe jetzt !!


 Rasenplätze mit Lichtanlage für 1. Herren und A-Jugendteams (Leistungsteam)
 mittelfristige Perspektiven für eine Sportanlage nach DFB Richtlinien für die Entwicklung des Leistungssportstandortes im Bezirk (Sozialraum) Kreuzberg Gleisdreieck / Flughafen Tempelhof
 Langfristige feste Trainingsanlagen für die Breitensportabteilung des Vereins

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